TSV Marl-Hüls hat es gegen SuS Hervest mächtig eilig

„Besser 7:0 als zweistellig“

Bestellt, geliefert: Marcel Ryczak dreht nach einem seiner vier Treffer für den TSV Marl-Hüls jubelnd ab. © Thomas Braucks

Sieben Treffer gegen SuS Hervest, ein Viererpack des Torjägers: Der TSV erfüllt zum Start die Erwartungen. Trainer Marx freut sich vor allem darüber, dass hinten die Null steht.

Im Loekampstadion herrschte schon nach 20 Minuten eine Stimmung, die entfernt an selige Oberliga-Tage erinnerte. Trotz des miesen Wetters. Als Marcel Ryczak zum 4:0 einschoss, riefen die Fans auf der stattlich besetzten Tribüne: „Super Hülser, super Hülser“.
Es war ein eher kurioser Treffer. Dylan Nölkes kam im Strafraum im Zweikampf zu Fall, Schiedsrichter Deniz-Alessandro Becker zeigte sofort auf den Elfmeterpunkt. Ein Fall für den neuen Torjäger: Marcel Ryczak schoss platziert, Torhüter Florian Kalinowski aber flog ins richtige Eck und parierte. Der Hülser setzte sofort entschlossen nach, nahm den Abpraller auf, umkurvte den Keeper und setzte den Ball aus spitzem Winkel doch noch ins Tor (20.). Von Kalinowskis Vorderleuten war in der Szene nicht viel zu sehen. Durchaus typisch fürs Spiel: Bissige Hülser gegen Hervester, die beim Favoriten nie an eine Chance glaubten.
Der TSV hatte es vom Anpfiff weg mächtig eilig. Schon in der 1. Minute
traf Marcel Ryczak zum 1:0. Dylan Nölkes legte das 2:0 nach (8.). Dann gelang Ryczak in nur elf Minuten sogar ein Hattrick (13., 20. und 24.). 5:0 – SuS Hervest drohte zum Auftakt ins Jahr ein Fiasko.

„Gefühlt will jeder ein Tor machen“

Dass es dazu nicht kam, lag einerseits an den Gastgebern, die nun nicht mehr so konsequent nach vorn spielten. „Bei dem Spielstand kann ich es den Jungs nicht verdenken, dass sie etwas nachlässiger werden. Außerdem will dann bei uns gefühlt jeder ein Tor machen, anstatt Angriffe vernünftig auszuspielen“, stellte Trainer Maximilian Marx hinterher fest. Auch Schiedsrichter Becker leistete einen kleinen Beitrag, indem er bei einigen äußerst aussichtsreichen Hülser Attacken den Arm hob und Abseits pfiff. Nicht in jedem Fall sofort schlüssig: Hätte es noch 0:0 gestanden, die Aufregung beim TSV wäre sicher groß gewesen.

Der TSV drückt aufs Tempo: Enes Erenoglu entwischt auf dem Flügel dem Hervester Alparslan Arik.© Thomas Braucks

So blieb es bis zur Pause beim 5:0. Nach dem Seitenwechsel erhöhten dann Berke Korkmaz (53.) und Marvin Pulver (76.) auf 7:0. Die beiden bildeten zusammen mit Mick Lüchtemeier eine spielstarke Zentrale bei den Hülsern. Maximilian Marx konnte mit dem Ergebnis gut leben: „Ich bin mit der ganzen Truppe zufrieden. Für den Start war das schon sehr ordentlich“, so der Trainer. „Am Ende bin ich sogar froh, dass es 7:0 und nicht zweistellig ausgegangen ist. Sonst wäre der eine oder andere hier womöglich schon abgehoben.“

Nah dran am Aufstiegsplatz

Und das wäre vor dem schweren Auswärtsspiel beim SV Altendorf am
kommenden Sonntag fatal, fand der Coach. Bestens in den Kram passt
Marx dagegen, dass seine Elf in der Defensive solide Arbeit ablieferte.
„Endlich haben wir mal wieder zu null gespielt. Das gab’s in dieser Saison noch nicht oft. Wir haben viel zu viele Tore bekommen.“ Um genau zu sein: Es sind 31. Deutlich mehr als die anderen Aufstiegskandidaten. Dennoch: Bis auf einen Punkt ist der TSV mit dem 7:0-Erfolg an den Tabellenzweiten Fenerbahce Marl herangerückt, der am Sonntag 0:0 beim SV Westerholt spielte. Am kommenden Sonntag ist Fener spielfrei, die Hülser können mit einem Sieg beim SV Altendorf-Ulfkotte vorbeiziehen auf einen Aufstiegsplatz.

Quelle: Medienhaus Bauer - von Thomas Braucks

Vereins-News

SuS Polsum beendet Träume des TSV Marl-Hüls
TSV Marl-Hüls holt Top-Torhüter zurück
Kampf um den A-Liga-Aufstieg geht weiter
„Mund abputzen und weitermachen“
Hülser Kampfansage vor dem Derby gegen den SC Marl-Hamm