TSV Marl-Hüls erzielt sechs Tore gegen A-Kreisligist

Trainer Marx fehlt die halbe Mannschaft

Hüls im Vorwärtsgang: TSV-Spielgestalter Mick Lüchtemeier kurvt durch die Ückendorfer Defensive. © Thomas Braucks

Gegen Kickers Ückendorf ist der TSV Marl-Hüls die klar bessere Mannschaft. Dabei fehlen Trainer Maximilian Marx viele Spieler. Jetzt kommt BW Wulfen.

Es war ziemlich frisch in Marl. 30 bis 40 unentwegte Fans kamen am
Sonntag (21. Januar) trotzdem ins Loekampstadion, um den „neuen“ TSV im ersten Heimspiel zu erleben. Dumm nur: Die Mannschaft, die demnächst die Kreisliga B2 aufmischen soll, bekamen sie noch nicht zu sehen. „Leider“, sagt Trainer Maximilian Marx. „Zehn Spieler haben gefehlt. Wir sind zurzeit eben schwer gebeutelt.“
Infektionen dezimieren den Hülser Kader, auch den Coach hat die Grippe zum Start der Vorbereitung niedergestreckt. „Ich war eine komplette Woche raus“, berichtet Marx. Dazu kamen die Wetterbedingungen: Im Loekampstadion wurde es wie überall zuletzt regelmäßig gefährlich glatt abends. Die letzte Trainingseinheit vor dem Test verbrachte der TSV in der Beachsoccer-Halle. Maximilian Marx nimmt die Sache sportlich: „Besser, das passiert jetzt als
in drei Wochen. Noch haben wir genug Zeit bis zum Start.“ Immerhin: Gegen Kickers Ückendorf war am Sonntag unter anderem ohne Marcel Rene Ryczak, dem frisch transferierten Top-Torjäger von SuS Bertlich, zu erahnen, wie das Spiel des TSV Marl-Hüls aussehen könnte.

Immer anspielbereit: TSV-Rückkehrer Marvin Pulver (l.) setzt sich am Strafraum durch. Der Herr rechts in „Zivil“ ist übrigens kein Fan, der auf den Platz gestürmt ist, sondern Schiedsrichter Rudolf Ruschin, der auf die übliche Dienstbekleidung verzichtet hat.© Thomas Braucks

Vor Torhüter Mario Arents dürften die vom VfB Hüls gekommen Julian
Treiber und Florian Glaw gesetzt sein. Fürs zentrale Mittelfeld ist U19-
Spieler Mick Lüchtemeier mit seiner Ballsicherheit und als Standard-Schütze ein großer Gewinn. Auf dem linken Flügel sorgt Neuzugang Fatlind Ilazi ebenso verlässlich für Alarm wie Dylan Nölkes rechts. Dass Marvin Pulver ein spielstarker Angreifer in der Zentrale ist, weiß man. „Wenn wir in Bewegung waren und den Ball mit wenigen Kontakten haben laufen lassen, sah es ganz gut aus“, meint Maximilian Marx nach dem 6:2-Erfolg gegen Kickers Ückendorf. „Leider hatten wir auch einige Phasen dabei, in denen wir den Ball viel zu lange gehalten haben.“ Trotzdem war der TSV im Test gegen den Gelsenkirchener A-Ligisten die klar bessere Mannschaft. Dylan Nölkes brachte den TSV auf Zuspiel von Lüchtemeier mit einem strammen Volleyschuss in Führung (10.). Auch das 2:0 ging auf Nölkes‘ Konto (22.). Neuzugang Fatlind Ilazi schaffte das 3:0 (35.). Nach der Pause legten dann Marvin Pulver (60.), Till-Robert Heinen (70.) und erneut Dylan Nölkes (80.) nach. Ückendorf verkürzte in der 43. und 75. Minute. Das Ergebnis, fand Trainer Marx, hätte am Ende auch höher ausfallen können als 6:2.

Mittwoch Test gegen Blau-Weiß Wulfen

Aber auch so ist ein Anfang gemacht. In dieser Woche soll sich auch die
Personallage beim TSV entspannen. Am Dienstagabend, so berichtet der Coach, werden 17 Hülser Kicker zum Training erwartet. Schon am Mittwoch (24. Januar, 19.30 Uhr) folgt der nächste Test. Es kommt wieder ein A-Kreisligist: Blau-Weiß Wulfen mit Ex-Trainer Henry Schoemaker. „Ich bin positiv gestimmt, dass es personell besser ausseht“, so Maximilian Marx. „Bei so vielen Neuzugängen brauchen wir Spiele, um zusammenzufinden.“

Quelle: Medienhaus Bauer - von Thomas Braucks

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