Tim Theemanns Bekenntnis zum TSV: „Bleibe, bis Beine mich nicht mehr tragen“

Stürmer Tim Theemann hat eine lange Leidenszeit hinter sich. Am Sonntag hat er im ersten Pflichtspiel per Dreierpack dafür gesorgt, dass der TSV Marl-Hüls im Aufstiegsrennen ein gewichtiges Wort mitredet.

Quelle: Medienhaus Bauer  Fotos: Sebastian Schneider

m Sonntag beim Auswärtsspiel beim SV Dorsten-Hardt II wurde ein Winter-Neuzugang für den TSV Marl-Hüls in seinem ersten Pflichtspiel sofort zum Matchwinner. „Damit habe ich überhaupt nicht gerechnet“, sagt Tim Theemann.

Aus gutem Grund: Theemann bestritt nicht nur sein erstes Punktspiel seit seiner Rückkehr zum TSV – sondern das erste seit Oktober 2019. Damals lief er noch für den VfB Hüls in der Bezirksliga auf.

Endlich wieder beschwerdefrei nach Leistenproblemen

Vom Badeweiher aus wechselte er zu A-Kreisligist 1. SC BW Wulfen, kam dort aber nie so richtig an, was unter anderem an hartnäckigen Verletzungsproblemen lag. „Ich hatte Leistenprobleme, kam ins MRT. Aber es hat ein Jahr lang gedauert, bis das vorbei war“, sagt der 31-Jährige.

Umso größer war Theemanns Freude, am Sonntag endlich wieder einmal in einem Punktspiel auf dem Platz zu stehen. „Das Gefühl war Weltklasse“, sagt der hoch aufgeschossene Stürmer.

Tabellenführung aus eigener Kraft ist möglich

Daran, dass er gleich zum entscheidenden Faktor werden könnte, daran habe er nicht gedacht. Im Gegensatz zu seinem Trainer Ernst Raschowski, der zwar coronabedingt am Spieltag zu Hause bleiben musste, Theemann aber voraussagte, er würde treffen.

Und Raschowski behielt Recht. Die drei Tore des Stürmers auf der Hardt führten nicht nur zum 3:2-Sieg des TSV – sondern auch dazu, dass die Hülser aus eigener Kraft Tabellenführer werden können.

Theemann rechnet mit spannendem Saisonfinale

Sie haben nun zwei Punkte Rückstand auf den neuen Spitzenreiter TuS Gahlen II nach dessen 2:1-Erfolg über den bisherigen Klassenprimus GW Barkenberg – aber wie die Grün-Weißen bereits ein Spiel mehr absolviert als der TSV.

„Wir haben es jetzt selbst in der Hand“, sagt Tim Theemann. „Das ist immer das Beste.“ Nun gelte es, die Spiele zu gewinnen – Schönheitspreise seien dabei nebensächlich. „Wir müssen unsere Hausaufgaben machen.“ Er könne sich gut vorstellen, dass das Rennen um die Meisterschaft erst an den letzten Spieltagen entschieden wird.

Beim Duell mit dem FC II werden Erinnerungen wach

Theemann, der beim VfB Hüls unter Ex-Profi Olaf Thon auch schon zum Oberliga-Kader gehört hat, hat am Loekamp bereits seine Zusage für die kommende Saison gegeben – egal, ob es in die Kreisliga A hochgeht oder nicht. „Ich bleibe da, bis die Beine mich nicht mehr tragen“, sagt er.

Am Sonntag will der Stürmer mit dem TSV die gute Ausgangslage verteidigen und das wird schwierig genug. Dann kommt Lokalrivale FC Marl II an den Loekamp, aber an ein Duell mit dem FC hat Theemann eine gute Erinnerung.

„Mit dem TSV III sind wir in der Saison 2015/16 vor dem FC Marl II in die Kreisliga A aufgestiegen“, sagt er. Am letzten Spieltag machte die dritte TSV-Mannschaft damals alles klar.

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