Mick Lüchtemeier ist zurück beim TSV Marl-Hüls

„Alle sind heiß auf einen Stammplatz“

Mittendrin beim TSV Marl-Hüls: Mick Lüchtemeier (Nr. 8) feiert mit Berke Korkmaz (l.) und Fatlind Ilazi einen Treffer bei der Hallenstadtmeisterschaft. © Ralf Deinl

Auf seine „linke Klebe“ hofft der TSV Marl-Hüls auch im Kampf um den Aufstieg: Mick Lüchtemeier wird gleich als bester Spieler der Hallenstadtmeisterschaft geehrt.

Bei der Siegerehrung der Hallenstadtmeisterschaften war Mick Lüchtemeier noch damit beschäftigt, die hohe Niederlage gegen den FC Marl im Halbfinale zu verarbeiten. Das 0:6 wurmte den Neuzugang des TSV Marl-Hüls mächtig.
Dann änderte sich seine Stimmung aber schlagartig: Lüchtemeier wurde als bester Spieler der Titelkämpfe ausgezeichnet. „Ich hatte mir vorgenommen, ein solides Turnier zu spielen. Es lief für mich besser als erwartet“, kommentierte der 18-Jährige die persönliche Ehrung. Unbedingt gerechnet hatte er aber nicht mit der Trophäe. „Ich habe mehrere andere gute Leute gesehen. Kim Völkel vom FC Marl ist mir da besonders aufgefallen.“ Als Vierter lief der TSV am Freitagabend dort ein, wo er aufgrund der Spielklassenzugehörigkeit erwartet worden war. „Hätten wir einen anderen Gegner im Halbfinale erwischt, wäre es vielleicht noch weitergegangen für uns“, sinnierte der ehrgeizige Nachwuchsmann, der sich am Loekamp zu Hause fühlt.
Ab dem zweiten Jahr bei den C-Junioren war er das erste Mal für die Hülser am Ball. „Angefangen habe ich beim SC Marl-Hamm, dann bin ich in Sinsen gewesen und für eine Saison beim FC Marl“, berichtet Mick Lüchtemeier. Bei den B-Junioren kickte er für den TSV in der Westfalenliga und blieb auch in der U19 beim Verein.

Wertvolle Erinnerung an die Hallenstadtmeisterschaft 2024 (v.l.): Fachschaftschef Jürgen Cuber, Bürgermeister Werner Arndt und Detlef Specovius von der Sparkasse Vest zeichnen Mick Lüchtemeier mit der Trophäe für den besten Kicker des Turniers aus.© Ralf Deinl

„Das war in der Bezirksliga, aber ich wollte gern weiter mit Sebastian Nowak zusammenarbeiten“, erklärt der „verlorene Sohn“. Nach dem Abschied des Trainers und Sportlichen Leiters der Jugendabteilung vom Loekamp machte auch Lüchtemeier Schluss: „Das hing mit der Ausbildung zusammen. Ich hatte in dieser Phase einfach nicht mehr die richtige Lust auf Fußball.“ Im vergangenen Sommer heuerte der Marler für die zweite Saison bei den A-Junioren des SV Schermbeck in der Landesliga an. Nach einer Halbserie war Schluss beim Nachwuchs des Oberligisten. Der Neuzugang wurde seiner Meinung nach zu Unrecht für das lockere Verhalten in der Mannschaft verantwortlich gemacht.
Das große Ziel heißt Aufstieg in die A-Liga. Nun kickt er wieder für den TSV – und hat in den wenigen Trainingseinheiten festgestellt, dass „alle heiß sind auf einen Stammplatz“. Der ist neben dem Aufstieg in die Kreisliga A sein persönliches Ziel für die kommende Halbserie in der Kreisliga B. Am liebsten spielt Mick Lüchtemeier im zentralen defensiven Mittelfeld, „gern auch auf der 10“. Sein Markenzeichen, das ihm die Auszeichnung bei der Stadtmeisterschaft mit eingetragen hat: der starke linke Fuß.

Quelle: Medienhaus Bauer - von Joachim Sänger

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