Hülser Kampfansage vor dem Derby gegen den SC Marl-Hamm

TSV spielt 1:1 beim SV Altendorf

Meistens im Vorwärtsgang: Der Hülser Mick Lüchtemeier (r.) zieht an Lukas Berg vorbei. Der Altendorfer sieht in der Nachspielzeit die Rote Karte. © Joachim Lücke

Der TSV Marl-Hüls hakt das 1:1 beim SV Altendorf schnell ab. Am Sonntag (3.3.) kommen die Hammer Löwen zum Loekamp. Trainer Maximilian Marx gibt eine forsche Prognose ab.

Die Enttäuschung über das 1:1 beim SV Altendorf währte nur kurz beim
TSV Marl-Hüls. Am Tag nach dem Unentschieden geht Trainer Maximilian Marx schon wieder in die Offensive – und schickt trotzig eine Kampfansage hinüber nach Marl-Hamm zu seinem Ex-Verein.
„Wir haben jetzt sechs Punkte Rückstand auf den SC Marl-Hamm. Am
kommenden Sonntag um 16.45 Uhr werden es nur noch drei Punkte sein“, kündigt Marx an und räumt ein: „Ich weiß, ich nehme den Mund damit ziemlich voll. Hamm ist gut drauf. Elf Tore gegen Röllinghausen musst du erst mal schießen. Aber wir sind alle hoch motiviert.“ Fakt ist aber: Der Hülser Angriff auf die Tabellenspitze kam am Sonntag ins Stocken. Der TSV konnte Fenerbahce nicht vom zweiten Aufstiegsplatz verdrängen, die Hammer Löwen haben ihre Tabellenführung durch das 11:0 gegen SW Röllinghausen II zementiert. Das Auswärtsspiel beim SV Altendorf hatte Trainer Marx schon im Vorfeld
„die meisten Bauchschmerzen“ bereitet, wie er sagt. Der Hülser Coach
sollte recht behalten. Der Tabellenvierte erwies sich auf seinem Kunstrasen als wehrhafter Gegner. Der Hülser Coach: „Der Platz ist noch kleiner als unserer. Wenn dann neun Spieler vor und im eigenen Strafraum intensiv verteidigen und um jeden Ball kämpfen, ist es einfach schwer, durchzukommen.“

1:1 ist schmeichelhaft – sagt der TSV-Trainer

So blieben klare Hülser Chancen Mangelware. Und das 0:1 erzielte Marvin Pulver mit einem Geistesblitz aus der Distanz. Dem Routinier fiel ein halbherzig verteidigter Ball vor die Füße. Aus 25 Metern setzte Pulver die Kugel mit dem Außenrist ins Eck – 0:1 (53.) Für Altendorf glich Thomas Mikolajewski nur fünf Minuten später nach einem Einwurf und einer Kopfballverlängerung zum 1:1 aus (58.). Nach Spielanteilen aus Hülser Sicht war das äußerst schmeichelhaft, wie Maximilian Marx fand. Zum Spiel passte dann noch die Schlusspointe. Altendorfs Lukas Berg fuhr Dylan Lukas in der Nachspielzeit rüde in die Beine – der Hülser revanchierte sich mit einem Schubser. Schiedsrichter Andre Korte hielt beiden die Rote Karte vor die Nase. Kreisfußballausschuss-Chef Erhard Korinth hat bereits reagiert und beide Rotsünder für vier Spiele gesperrt. Den einen für ein grobes Foulspiel, den anderen für eine grobe Unsportlichkeit. „Dylan hat zu emotional reagiert. Aber er ist noch ein junger Spieler, ich mache ihm da keine großen Vorwürfe“, sagt TSV-Trainer Marx. 

Kein Grund, „kleine Brötchen zu backen

 Im Derby gegen den SC Marl-Hamm fällt der schnelle Flügelspieler aus. Aber als Ausrede will Maximilian Marx das nicht gelten lassen. Er hätte Nölkes gern dabei gehabt, so der Trainer: „Dylan hat eine gute Leistung gezeigt. Aber wir haben einen großen Kader. Dann bekommt eben ein anderer eine Chance.“ Seine forsche Ansage für das Spitzenspiel nimmt der Trainer jedenfalls nicht zurück: „Es gibt keinen Grund, jetzt kleine Brötchen backen.“

Mario Arents packt zu: Der TSV-Torwart wurde wenig geprüft, aber einmal musste er doch den Ball aus dem Netz holen.© Joachim Lücke

Quelle: Medienhaus Bauer - von Thomas Braucks

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